Lexikon: G
Gips-Jute-Verfahren | Was ist Gips-Jute-Verfahren?
Das Gips-Jute-Verfahren ist ein patentgeschütztes Verfahren, das beim Bau eines Schwimmbeckens angewendet werden kann. Wenn die Seitenwand des Schwimmbeckens – unabhängig von ihrer Form – eine Abschrägung von 45 Grad oder mehr aufweisen muss, ist dies das am besten geeignete Verfahren. Mit diesem Verfahren wird der Untergrund optimal für das Ausrollen von Glasmatten mit Polyesterharz vorbereitet. Jutegewebe, das in Gipsfaserplatten getränkt wird, sorgt nämlich für eine geschlossene Schicht, sodass der Boden direkt mit Glasmatten und Harz ausgekleidet werden kann. Um den Untergrund mit Glasmatten und Harz zu beschichten, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens muss der Untergrund hart genug sein, wenn man Glasmatten mit Harz darauf ausrollen möchte, damit beim Tränken der Glasmatte die zwischen den Fasern vorhandenen Luftblasen herausgerollt werden. Zweitens muss der Untergrund eine geschlossene Schicht bilden, damit das sirupartige Polyesterharz nicht durch den Boden aus der Glasmatte aufgesaugt wird. Da das Harz nach dem Auftragen auf die Glasmatte noch 40 Minuten lang flüssig bleibt, würde es andernfalls größtenteils in den Boden versickern. Mit der Gips-Jute-Methode erfüllt der Untergrund diese beiden Anforderungen vollständig.